Die NATO und die EU führen über die Ukraine Krieg gegen Russland, sagte Lawrow

Lawrow traf sich in New York mit seinem amerikanischen Amtskollegen Marco Rubio und soll am Samstag auch vor der UN-Generalversammlung sprechen.

Sergei Lawrow. Foto: Wagner Meier/Getty Images

Sergei Lawrow. Foto: Wagner Meier/Getty Images

Der russische Außenminister Sergej Lawrow warf in einer Rede am Donnerstag bei den Vereinten Nationen der NATO und der Europäischen Union vor, die Ukraine zu „missbrauchen“ und in Wirklichkeit einen Krieg gegen Russland zu führen. Er betonte, dass der Westen direkt in den Konflikt verwickelt sei, der laut Moskau durch die Schritte Europas und der USA provoziert worden sei.

Er sprach bei einem Treffen der G20-Außenminister bei den Vereinten Nationen, zwei Tage nachdem US-Präsident Donald Trump eine härtere Haltung gegenüber Moskau angedeutet, die militärischen Bemühungen der Ukraine gelobt und gesagt hatte, dass NATO-Verbündete russische Flugzeuge abschießen sollten, die in ihren Luftraum eindringen.

Lawrow traf sich in New York mit seinem amerikanischen Amtskollegen Marco Rubio und soll am Samstag auch vor der UN-Generalversammlung sprechen.

Die britische Außenministerin Yvette Cooper reagierte scharf auf seine Worte und bezeichnete die russischen Behauptungen als „falsche Verzerrungen einer Fantasiewelt“. Sie erinnerte daran, dass es sich um eine unprovozierte russische Aggression handle.

Ihren Angaben zufolge wird etwa 20 Prozent der Ukraine noch immer von russischen Streitkräften besetzt – mehr als dreieinhalb Jahre nach der Invasion. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas rief zu internationalem Druck auf den Kreml auf und betonte, dass sich die Ziele Russlands nicht geändert hätten.

(reuters, max)