Australien will sozialen Netzwerken für Kinder verbieten – Internetsuchmaschine warnt vor Risiken

Symbolfoto. Foto: Annegret Hilse/Reuters

Symbolfoto. Foto: Annegret Hilse/Reuters

Google warnt, dass Australien Schwierigkeiten haben wird, ein neues Gesetz durchzusetzen, das Personen unter 16 Jahren die Nutzung sozialer Netzwerke verbietet. Laut dem Unternehmen wird die Gesetzgebung keine höhere Online-Sicherheit für Kinder gewährleisten und könnte zu unerwünschten Folgen führen.

Australien wird damit das erste Land der Welt sein, das ein solches Verbot einführt – und Technologieunternehmen weltweit beobachten diese Initiative aufmerksam. Anstatt den tatsächlichen Altersnachweis zu verlangen, sollen die Plattformen verpflichtet werden, künstliche Intelligenz und Verhaltensdaten zur Altersschätzung einzusetzen.

YouTube, das zu Google gehört, wurde nun in die Liste der Plattformen aufgenommen, für die die neuen Regeln gelten. Ursprünglich war es aufgrund seiner Bildungsnutzung von dem Verbot ausgenommen. Google widerspricht jedoch und betont, dass es sich bei YouTube um eine Video-Sharing-Plattform handele, nicht um ein soziales Netzwerk.

Unternehmensvertreterin Rachel Lord betonte, dass das Ziel des Gesetzes zwar gut, aber ineffektiv sei. Die Lösung bestehe ihrer Meinung nach nicht darin, Kinder vom Internet abzuschneiden, sondern darin, qualitativ hochwertige Werkzeuge für Eltern und eine sichere Online-Umgebung bereitzustellen. Die Unternehmen haben bis zum 10. Dezember Zeit, die neuen Regeln umzusetzen.

(reuters, max)