Russische Streitkräfte haben am Montag mit gelenkten Bomben die ukrainische Stadt Charkiw angegriffen und damit in drei Bezirken den Strom für 30.000 Verbraucher unterbrochen. Die Angriffe trafen auch ein Krankenhaus, in dem vier Personen verletzt wurden. Nach Angaben des Bürgermeisters Ihor Terechow beschädigten die Explosionen Fenster und störten den Betrieb.
Die Angriffe richten sich vor allem gegen die ukrainische Energieinfrastruktur – Erzeugung, Übertragung und Verteilung von Strom. Ziel sei es, das Übertragungsnetz vor dem Winter lahmzulegen. Dies folgt auf einen massiven Angriff im vergangenen Monat, der mehr als eine Million Haushalte und Unternehmen im ganzen Land betroffen hatte.
In der östlichen Region Donezk kamen am Montag zudem zwei Menschen ums Leben, als eine russische Drohne in der Nähe der Stadt Kostjantyniwka ihr Auto traf.
Das russische Verteidigungsministerium teilte außerdem mit, dass seine Truppen zwei neue Dörfer erobert hätten – eines im Gebiet Donezk und ein weiteres bei Kupjansk. Der Erste Korps der ukrainischen Nationalgarde erklärte jedoch, einen neuen Vorstoß russischer Streitkräfte in der Nähe der Stadt Dobropillja in der Region Donezk, unweit des wichtigen Logistikzentrums Pokrowsk, abgewehrt zu haben.
(reuters, max)