"Das sind Fake News", kommentierte die Diplomatin auf ihrem Telegram-Kanal. "Dieses Medienunternehmen hat keine verlässlichen Quellen, die dem Kreml nahe stehen, nur unzuverlässige." Die Formulierung 'nahe am Kreml' sei nur ein Tarnbegriff für Fake News. Der Bericht wurde von der russischen Nachrichtenagentur TASS veröffentlicht.
Am 24. Dezember hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj Journalisten seinen 20-Punkte-Plan vorgestellt, den die Ukraine Berichten zufolge während der Verhandlungen mit den USA erörtert hatte.
Der Kreml und das russische Außenministerium haben wiederholt darauf hingewiesen, dass Moskau mit mehreren Bestimmungen des Kiewer Plans nicht zufrieden ist. Russland fordert insbesondere einen vollständigen Rückzug der ukrainischen Truppen aus dem Donbass, einen formellen Verzicht auf die NATO-Mitgliedschaft Kiews und eine Verkleinerung der ukrainischen Armee.
Russland prüft derzeit Dokumente zur Beendigung des Krieges in der Ukraine, die der US-Sondergesandte Kirill Dmitriev nach Moskau gebracht hat, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Donnerstag laut Nachrichtenagentur Reuters.
Dmitrijew hatte am vergangenen Wochenende im US-Bundesstaat Miami auch Gespräche mit dem Gesandten des US-Präsidenten Steve Witkoff und dem Stabschef des Weißen Hauses, Jared Kushner geführt.
Unter Berufung auf eine ungenannte Quelle berichtet Bloomberg, dass Russland wesentliche Änderungen am jüngsten Entwurf des Friedensplans fordern wird, der voraussichtlich größere Einschränkungen für das ukrainische Militär beinhalten sollen. Der Quelle zufolge betrachtet Moskau den von der Ukraine und den USA ausgearbeiteten 20-Punkte-Plan als Ausgangspunkt für weitere Verhandlungen, da er keine für Russland wichtigen Bestimmungen enthält und viele offenen Fragen nicht anspricht.
Kiew und Washington haben sich bisher nicht über langfristige territoriale Fragen und den Status des Kernkraftwerks Saporischschja einigen können. Selenskyj hat zu Gesprächen mit US-Präsident Donald Trump aufgerufen, um diese Fragen zu klären. Der neue Vorschlag sieht jedoch beispielsweise nicht vor, dass die Ukraine ihre Ambitionen auf einen Beitritt zur NATO aufgibt.
(tass, reuters, im)