Kreml: Putin und Trump gegen vorübergehenden Waffenstillstand in der Ukraine

US-Präsident Donald Trump trifft sich am Abend mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Palm Beach. Kurz zuvor hat er auch den russischen Präsidenten angerufen. Das Gespräch sei sehr produktiv gewesen, so Trump.

Yuri Ushakov, der außenpolitische Berater des Kreml.  Foto: Alexander Zemlianichenko/Pool/Reuters

Yuri Ushakov, der außenpolitische Berater des Kreml. Foto: Alexander Zemlianichenko/Pool/Reuters

US-Präsident Donald Trump sagte am Sonntag, er habe kurz vor seinem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Florida ein "gutes und sehr produktives" Telefongespräch mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin geführt.

Juri Uschakow, der außenpolitische Berater des Kremls, berichtete später über die Einzelheiten dieses Telefonats.

Der Anruf sei von Trump initiiert worden und habe eine Stunde und fünfzehn Minuten gedauert. Ushakov sagte, es sei in einem "freundlichen Ton" geführt worden und die beiden Politiker hätten über die Ukraine gesprochen. Trump, so Uschakow, habe sich den russischen Standpunkt zu den Aussichten auf eine Beilegung des Konflikts aufmerksam angehört".

Uschakow erklärte, Putin und Trump seien sich einig, dass die Ukraine unverzüglich eine Entscheidung zum Donbas treffen müsse. Er erklärte auch, dass beide Staatsoberhäupter nicht mit dem europäisch-ukrainischen Drängen auf einen vorübergehenden Waffenstillstand einverstanden sind, der so lange gelten soll, bis beide Seiten ein Friedensabkommen unterzeichnen.

Putin und Trump werden nach Trumps Treffen mit Selenskyj in Florida erneut miteinander sprechen. Dabei werden auch Gespräche mit europäischen Staats- und Regierungschefs per Videokonferenz stattfinden.

(reuters, sie)