Der amerikanische Präsident Donald Trump wird sich am Mittwoch in Davos mit führenden Vertretern der Weltwirtschaft treffen, Trumps Anwesenheit dominiert die diesjährige Tagung des Weltwirtschaftsforums im Schweizer Bergkurort deutlich.
Einer der befragten Unternehmenschefs gab an, er habe einen „Empfang zu Ehren von Präsident Donald J. Trump” in seinem Kalender vermerkt. Eine andere Quelle behauptet, dass die Einladungen an globale Geschäftsführer gingen, nicht nur an diejenigen aus den USA. Einer der Quellen zufolge stammten die Einladungen direkt aus dem Weißen Haus.
Der Investor Anthony Scaramucci, der während Trumps erster Amtszeit kurzzeitig als Kommunikationsdirektor des Weißen Hauses tätig war, bestätigte, von einem derartigen Treffen zu wissen: „Ich werde nicht hingehen. Ich weiß nicht, ob ich eingeladen bin, aber selbst wenn, würde ich nicht nur als Statist dabei sein wollen”, sagte er.
Trump soll am Mittwoch in Davos eintreffen, wo er eine Sonderrede halten soll. Mit ihm reisen mehrere hochrangige US-Vertreter, darunter Finanzminister Scott Bessent, der am Montag eine Pressekonferenz abhalten wird.
Das Programm des Weltwirtschaftsforums (WEF) wurde bis zu einem gewissen Grad von Trumps markanten politischen Schritten überschattet, darunter seine jüngste Forderung, dass die Vereinigten Staaten die Kontrolle über Grönland übernehmen sollten.
Die Organisatoren des WEF gaben bekannt, dass in diesem Jahr mehr als 3.000 Delegierte aus 130 Ländern, darunter 64 Staats- und Regierungschefs, vor allem aus Schwellenländern, an dem Forum teilnehmen werden. Auch mehrere Staats- und Regierungschefs der G7-Länder werden anwesend sein, wobei das Augenmerk auf den politischen Veränderungen in den USA unter der Führung von Donald Trump liegt.
Auch der Sonderbeauftragte des russischen Präsidenten Wladimir Putin, Kirill Dmitrijew, wird anreisen, der sich mit Mitgliedern der US-Delegation treffen wird. Dies teilten Quellen der Agentur Reuters unter der Bedingung der Anonymität mit.
Neben dem Hauptprogramm findet am Montag auch ein Treffen der nationalen Sicherheitsberater mehrerer Länder statt, bei dem Grönland eines der Themen sein soll.
Laut Aussage eines europäischen Diplomaten wurde das Thema Grönland in das Programm aufgenommen, nachdem Trump am Samstag damit gedroht hatte, zusätzliche Zölle gegen acht europäische Länder zu verhängen, sollte man den USA den Kauf Grönlands nicht genehmigen.
(reuters, lud)