|   2026-01-29 22:48:22

Lawrov fordert von der UNO Selbstbestimmung für Donbass und Krim

Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat die UNO aufgefordert, das Selbstbestimmungsrecht der Einwohner der Krim und des sogenannten „Neurusslands“, das aus der Volksrepublik Donezk und der Volksrepublik Luhansk besteht, anzuerkennen. In einem Interview mit türkischen Medien argumentierte er mit dem Präzedenzfall Grönland, wo die UNO seiner Meinung nach die Selbstbestimmung ohne Einmischung von außen unterstützt, berichtet die Agentur Unian.

Lawrow kritisierte, dass der ursprüngliche Entwurf des russisch-amerikanischen Friedensplans vom November auch den Schutz der Minderheitenrechte enthielt, Ukraine und Europa diesen Punkt jedoch gestrichen hätten. Gleichzeitig lehnte er einen Waffenstillstand während der Friedensverhandlungen ab, den er als für Russland inakzeptabel bezeichnete.

Skeptisch äußerte er sich auch zu dem geplanten Abkommen über Sicherheitsgarantien zwischen den USA und der Ukraine, das Moskau seiner Meinung nach nicht kennt.

Als realistischer erachtet er die „ehrlichen“ Garantien aus dem Entwurf des Abkommens von Istanbul aus dem Jahr 2022, die unter anderem die Präsenz ausländischer Militärstützpunkte in der Ukraine ausschlossen.

(mja)