Streit mit Pentagon: KI-Entwickler fordert Ausschluss von Waffeneinsatz im Inland
Das Pentagon und das Unternehmen Anthropic, ein Entwickler künstlicher Intelligenz, sind in einen Streit über Schutzmaßnahmen geraten, die die US-Regierung daran hindern würden, KI-Technologien für die autonome Zielerfassung von Waffen und die Überwachung im Inland einzusetzen. Die Diskussionen sind Teil eines Vertrags im Wert von 200 Millionen Dollar.
Anthropic liefert KI-Technologien an die US-Regierung, lehnt es jedoch ab, die Verwendung seiner Tools für Zwecke zuzulassen, die Zivilisten schaden könnten. Das hat zu Spannungen mit der Regierung von Präsident Donald Trump geführt.
Das Pentagon behauptet, dass es das Recht habe, kommerzielle KI-Tools nach eigenem Ermessen einzusetzen, sofern sie mit den Gesetzen vereinbar seien.
Der Streit gefährdet zukünftige Verträge von Anthropic mit dem Pentagon, insbesondere zu einem Zeitpunkt, an dem das Unternehmen den Börsengang plant und seine Beteiligung im Sicherheitssektor ausweitet. Anthropic gehört neben Google, OpenAI und xAI von Elon Musk zu den wichtigsten Lieferanten von KI-Technologien für das Verteidigungsministerium.
Der Geschäftsführer des Unternehmens, Dario Amodei, warnte vor einer unethischen Nutzung von KI und appellierte daran, die Technologie nicht für Zwecke zu nutzen, die den Praktiken autokratischer Regime ähneln. Er sprach sich auch gegen die gewaltsamen Eingriffe in Minneapolis aus.
(reuters, max)