Trump nominiert Kevin Warsh als Fed-Chef
Präsident Donald Trump hat den früheren Gouverneur der US-Notenbank (Fed), Kevin Warsh, für den Posten des Chefs der amerikanischen Zentralbank nominiert. Er soll Jerome Powell nach Ablauf von dessen Amtszeit im Mai ersetzen. Die Nominierung muss noch vom US-Senat bestätigt werden.
Trump, ein langjähriger Kritiker der Fed, verspricht sich von Warsh einen „Regimewechsel” in der Geldpolitik, einschließlich einer stärkeren Kontrolle des Präsidenten über die Zentralbank. Er bezeichnete Warsh als „zentrale Figur” und erklärte, er könne einer der besten Fed-Vorsitzenden werden.
Die Fed gilt traditionell als unabhängige Institution mit stabilisierender Rolle auf den globalen Finanzmärkten. Trumps Bemühungen, Entscheidungen der Notenbank zu beeinflussen, berühren jedoch die Unabhängigkeit der Institution.
Die Situation verschärfte sich zusätzlich durch die Entscheidung des Justizministeriums im Januar, eine strafrechtliche Untersuchung gegen den amtierenden Fed-Chef Powell einzuleiten. Powell bezeichnete die Untersuchung als Versuch, Druck auf die Institution auszuüben, damit die Geldpolitik nach den Vorstellungen des Präsidenten angepasst wird.
(reuters, max)