US-Justizministerium veröffentlicht letzten Teil der Epstein-Akten
Das US-Justizministerium hat am Freitag die letzte Reihe von Dokumenten über den verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein veröffentlicht, der 2019 erhängt in seiner Gefängniszelle aufgefunden wurde. Grundlage ist ein im November verabschiedetes Gesetz, das die vollständige Offenlegung der ihn betreffenden Unterlagen vorschreibt.
Die neue Datenbank enthält mehr als drei Millionen Seiten, 2.000 Videos und 180.000 Fotos.
Der stellvertretende Generalstaatsanwalt Todd Blanche wies darauf hin, dass viele Passagen geschwärzt worden seien, vor allem zum Schutz der Opfer sowie wegen noch laufender Ermittlungen. Die Aufarbeitung des umfangreichen Materials habe den Einsatz von Hunderten Anwälten erfordert, fügte er hinzu.
Wegen der Verzögerungen hatte das Ministerium trotz des ursprünglich angesetzten Veröffentlichungstermins am 19. Dezember 2025 um zusätzliche Zeit gebeten.
Blanche wies zugleich Behauptungen zurück, das Ministerium verfolge Epsteins Mitarbeiter absichtlich nicht.
Der Fall sorgt auch deshalb für politische Aufmerksamkeit, weil US-Präsident Donald Trump den Verstorbenen persönlich kannte.
„Einige Dokumente enthalten falsche und sensationslüsterne Behauptungen über Präsident Donald Trump, die dem FBI kurz vor der Wahl 2020 vorgelegt wurden. Um es klar zu sagen: Diese Vorwürfe sind unbegründet und unwahr. Hätten sie auch nur einen Funken Glaubwürdigkeit, wären sie längst gegen den Präsidenten eingesetzt worden“, schrieb das Ministerium am Freitag vor der Veröffentlichung des letzten Teils.
(reuters, max)