Leak zu Machados Friedensnobelpreis – Verdacht auf Cyberangriff
Das norwegische Nobelkomitee prüft den Verdacht, dass die vorzeitige Enthüllung des Namens der Friedensnobelpreisträgerin 2025 auf digitale Spionage zurückgeht. Der ständige Sekretär sagte Reuters, die genaue Quelle der Indiskretion sei unbekannt, der Hauptverdacht richte sich jedoch weiterhin auf den Cyberraum.
Die Wetteinsätze auf die venezolanische Oppositionsführerin María Corina Machado stiegen am 10. Oktober, nur wenige Stunden vor der Bekanntgabe der Preisträgerin, sprunghaft an. Das Volumen wuchs von einigen 100 Dollar auf rund 2,2 Millionen. Zuvor war ihr Name nicht unter den Favoriten geführt worden.
Eine Untersuchung des norwegischen Nachrichtendienstes prüft, ob die vorzeitige Veröffentlichung auf eine interne Indiskretion oder auf einen Angriff krimineller Gruppen oder eines staatlichen Akteurs zurückgeht. Unklar ist bislang, ob es dabei um finanziellen Gewinn oder um eine Schwächung der Glaubwürdigkeit des Nobelpreises ging.
María Corina Machado erhielt die Auszeichnung für ihren Einsatz gegen das venezolanische Regime und erklärte später, sie widme sie US-Präsident Donald Trump, der seit langem sagt, er habe den Preis verdient. Der Nobelpreis kann jedoch nicht übertragen werden.
(reuters, max)