EU will Abhängigkeit von US-Flüssiggas verringern
Laut Politico plant die Europäische Union, ihre Bemühungen zur Diversifizierung der Energieversorgung und zur Verringerung der Abhängigkeit von amerikanischem Flüssigerdgas (LNG) zu intensivieren. Damit reagiert sie auf Äußerungen von Präsident Donald Trump, der den Einsatz von Gewalt gegen Grönland nicht ausgeschlossen hat.
Das erklärte der EU-Kommissar für Energie, Dan Jørgensen, bei einer Pressekonferenz in Brüssel.
Die USA liefern heute mehr als ein Viertel des Gases in die Union, was einen deutlichen Anstieg gegenüber fünf Prozent vor fünf Jahren darstellt. Mit dem Inkrafttreten des vollständigen Verbots von russischem Gas wird sich die Abhängigkeit noch weiter erhöhen.
Die Kommission will nun nach alternativen Lieferanten suchen, insbesondere in Kanada, Katar und den Ländern Nordafrikas. Gleichzeitig arbeitet sie daran, nicht-russische Quellen für Kernbrennstoff für die Mitgliedstaaten zu sichern, die weiterhin von Moskau abhängig sind.
Jørgensen betonte, das Ziel sei kein Handelskrieg mit den USA. Die wachsenden geopolitischen Spannungen und Trumps Äußerungen seien seiner Ansicht nach ein „Weckruf“ für die EU, damit keine Energieabhängigkeit durch eine andere ersetzt werde. US-amerikanisches LNG bleibe jedoch vorerst „unverzichtbar“, um den Ausfall russischer Gaslieferungen zu kompensieren.
(max)